
Die Nordsee ein flaches, rund 100 Meter tiefes Randmeer des Atlantischen Ozeans. Westliche Begrenzung Schleswig-Holsteins mit der sich die Begriffe Wind, Wetter, prickelnde Wellen, die Wunderwelt der Gezeiten von Ebbe und Flut, Wattenmeer, Schiffsausflüge, Wassersport und Erholung im reizstärksten Klima verbinden. Hier reicht der Blick über die platte Marsch, eine Landschaftsform, die als einzige in den Jahren zwischen 4000 und 2000 v. Chr. völlig aus dem Meer geschaffen wurde.
Das Phänomen der Gezeiten, von Ebbe und Flut, ist an der Nordsee besonders ausgeprägt. Der Wasserspiegel steigt zweimal am Tag um zwei bis drei Meter an und überflutet das Watt. Dieses Ereignis nennt man Flut. Hochwasser (auch Tidehochwasser) ist der höchste Wasserstand. Genauso wie das Wasser kommt, fließt es auch wieder zurück. Dann herrscht Ebbe und weite Gebiete fallen trocken. Den tiefsten Stand, den das Wasser erreicht, nennt man Niedrigwasser (auch Tideniedrigwasser). Das Naturschauspiel von Ebbe und Flut sowie spektakuläre Sonnenuntergänge haben hier noch Einfluss auf den Lebensrhythmus der Menschen.

Auf den von Menschen erbauten Deichen zur Bändigung der Gewalt des Meeres führen heute Fuß- und Radwanderwege entlang, bis zu den weißen Sandstränden von St. Peter-Ording, der wohl größten Sandkiste der Welt. Hinter den grünen Deichen, auf denen fast das ganze Jahr weißwollige Schäfchen für den Küstenschutz grasen, liegt fruchtbares Marschland.
Die Attraktionen der Nordseeküste sind einmalig in der ganzen Welt die vorgelagerten kleinen Inseln und Halligen mit ihren Seehundbänken sowie der Nationalpark- Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Das Wattenmeer dient als Keimzelle für zahlreiche Fische, Krebse, Würmer und Schnecken. Für viele Zugvögel ist das Watt Luxushotel, Drei-Sterne-Restaurant, Säuglingsstation und Raststätte. Wenn bei Ebbe das Wasser aus dem Wattenmeer abläuft, eröffnet sich die einmalige Chance, den Meeresgrund zu betreten und eine Wattwanderung zu unternehmen natürlich barfuß. Aber was spannend ist, ist meist nicht ganz ungefährlich. Selbst am schönsten Sommertag kann ein Ausflug ins Watt den Laien durch aufsteigende Nebel oder rasch auflaufende Flut in Gefahr bringen. Daher sollte man sich nur mit einem erfahrenen Wattführer auf eine Wattwanderung begeben.





