Der Bodensee, nach der karolingischen Pfalz Bodman benannt, liegt mit seiner Fläche von 538 Quadratkilometer wie in einer Mulde eingebettet zwischen Alpen und Jura. Drei Länder sind Anrainer: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der See wird von insgesamt 236 Flüssen und Bächen gespeist. Hauptwasserlieferant jedoch ist der Rhein, der am Ostende des Seebeckens sein Delta immer weiter in den See vorbaut. Das milde Klima ermöglicht eine üppige südländische Vegetation und begünstigt in der gesamten Region den Obst- und Weinbau.
Die Ufer des Bodensees sind dicht besiedelt. Ringsum gibt es viele pittoreske und geschichtsträchtige Orte, in denen noch viel mittelalterliche Bausubtanz zu sehen ist. Die meisten sind durch den Schiffsverkehr miteinander verbunden. Vor dem Panorama der Alpenkette strahlt der Bodensee mit seinen zahllosen weißen und bunten Segeln im Sommer eine südländische Atmosphäre aus.

Wahres Tropenfeeling kann man auf der Blumeninsel Mainau erleben. Sie beherbergt neben ihrer einzigartigen Vegetation das größte Schmetterlingshaus mit Schauvitrinen. Neben dem familienfreundlichen Biergarten am See gibt es für die Kleinen ein Zwergendorf mit höhlenartigen Hütten, Holzeisenbahn und Wasserspielzonen. Am Nordufer des Bodensees, am Rande eines Naturschutzgebietes liegt das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen. 20 Pfahlbauhäuser ermöglichen eine Zeitreise zurück in die Bronzezeit (4000 bis 850 vor Christus). Die im Maßstab 1:1 nachgebildeten Pfahlbauhäuser sind das Ergebnis archäologischer Forschungen, die bis heute noch stattfinden.
Die größte Bodensee-Insel ist die Klosterinsel Reichenau. Sie ist herausragendes Zeugnis der religiösen und kulturellen Rolle eines Benediktinerklosters im Mittelalter. Als kulturelle Wiege des Abendlandes mit der berühmten Buchkunst (Schreib- und Malschule) und der Goldschmiedekunst nahm sie eine herausragende Stellung ein und beeinflusste Europa wesentlich.





