
Es ist wie ein Rausch, durch die grünen Tunnel der Alleen zu fahren. Rund 100 Jahre alte Bäume verschränken ihre Äste über der Straße und bilden so ein schützendes Dach, durch das nur vereinzelt das Sonnenlicht bricht. Von Kap Arkona auf der Insel Rügen bis zur Insel Reichenau im Bodensee säumen Jahrhunderte alte Bäume wie ein grünes Band den Wegesrand. Genau unter diesem Laubdach verläuft mit rund 2.500 Kilometern Deutschlands längste und grünste Ferienstraße. Sie präsentiert sich mit einer unerschöpflichen Vielfalt an Eindrücken.
Gibt es ein beschaulicheres Fahrerlebnis, als durch eine stattliche Allee mit einem geschlossenen, Schatten spendenden Laubdach zu chauffieren? Ursprüngliche Wälder, ausgedehnte Seenlandschaften mit kristallklaren Seen - aus der Vogelperspektive sieht das Land manchmal aus, als wäre ein Spiegel auf die Erde gefallen und dabei in tausend Scherben zerbrochen - überall blinken große und kleine Seen.

Wenn einen die Seen-Sucht packt, ist man hier genau richtig. Mächtige Baumveteranen, pittoreske Ansichten; aber auch unberührte Landstriche mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt können beim Genussradeln entdeckt werden. Die intensivste Form Alleen zu genießen, ist jedoch das Wandern. Man bewegt sich durch faszinierende Landschaften, hört das Blätterdach im Wind rauschen, beobachtet Vögel beim Nisten oder atmet den Duft einer bunten Blumenwiese - das ist einfach ganz "großes Kino", und der Fotoapparat ein absolutes Muss, um den perfekten Blick einzufangen.
Insgesamt acht Bundesländer durchläuft die Alleenstraße zwischen Rügen und Bodensee. Dabei erlebt man herrliche Landschaften, die schönsten Sehenswürdigkeiten links und rechts der Route und vor allem: Alleen. Die Route verläuft zunächst durch Mecklenburg-Vorpommern nach Rheinsberg und von dort entweder durch Brandenburg und Sachsen-Anhalt nach Goslar oder über Dresden durch das Erzgebirge nach Thüringen.




