
Pilgern und Wallfahrten sind für uns Begriffe wie aus einer anderen Welt. Doch viele Menschen machen sich heute unabhängig von Alter und Herkunft wieder auf den Weg. Die einen pilgern hunderte von Kilometern auf dem beschwerlichen Jakobusweg nach Santiago de Compostela, andere wallfahren und pilgern nach Altötting.
Ein weltweit einmaliger Kulturweg wurde unter dem Namen Benediktweg im August 2005 zu Ehren von Papst Benedikt XVI. in der beschaulichen oberbayerischen Voralpenlandschaft zwischen den Gebirgsflüssen Inn und Salzach eröffnet. Der faszinierende Rundpilgerweg und Radweg verbindet von Altötting über Marktl, Burghausen, Tittmoning, Traunstein bis Altötting die Stätten seiner Kindheit und Jugend. 225 Kilometer lang ist der neue Pilgerweg durch Bayern, auf dem Gläubige auf den Spuren von Papst Benedikt XVI. wandeln können.

Ausgangspunkt der Route in dem Wallfahrtsort Altötting ist die Papstlinde, die noch von Benedikts Vorgänger, Papst Johannes Paul II, im Jahr 1980 gepflanzt wurde. Sein Geburtsort Marktl, wo er am 16.04.1927 geboren wurde, befindet sich an der Route, ebenso der Ort Tittmoning, wo er von 1929 bis 1932 wohnte. Aschau am Inn war von 1932 bis 1937 sein Wohnort, hier fand auch seine Erstkommunion statt. In Au am Inn ist die barocke Kirche und Klosteranlage anzusehen, wo Papst Benedikt Musikunterricht bei den Franziskanerinnen erhielt.
Diese Region ist ein altes Kulturland mit einer reichen Geschichte aus der Kelten-, Römer- und Bajuwarenzeit und zählt zu den frühen Stätten der Christenheit im Nordalpenraum. In den Kirchen und Klosteranlagen und historischen Städten zwischen Inn und Salzach befinden sich Kunstdenkmäler aber auch beeindruckende Kunstschätze von Rang.




