
Die Weinstraße Saale-Unstrut ist die nördlichste europäische Weinroute und folgt auf rund 60 weinseligen Kilometern den beiden Flüssen Saale und Unstrut, die wie Lebensadern den Süden Sachsen-Anhalts durchziehen. Der Weinbau spielt in dieser Region seit gut 1000 Jahren eine besondere Rolle. Ganz toskanamäßig heizen hier immerhin rund 1430 sonnige Stunden den Trauben ein.
Als ältester Nachweis für den Weinbau gilt eine Urkunde Kaiser Otto III. aus dem Jahre 998. In den folgenden Jahrhunderten erlebte die Rebenkultur Blütezeiten, erlitt aber auch harte Verluste. Mit Fleiß und Ausdauer haben die Menschen trotz aller Widrigkeiten immer an der edlen Rebe festgehalten. Diese Weinbaulandschaft ist ein Ensemble aus Terrassen, Trockenmauern, Weinbergshäusern und Rebreihen von besonderer Anziehungskraft und Schönheit. Es scheint, als wäre hier jeder Geschmack bedacht, jedes Interesse beachtet worden.

An der Saale hellem Strande stehen nicht nur stolze und kühne Burgen, auch Schlösser erzählen Geschichte und prägen das Landschaftsbild. An den Ufern von Saale und Unstrut verläuft auch einer der interessantesten Radwege. Hier kann man nach eigenem Maß reisen, das Tempo selbst bestimmen, rasten wo es gefällt und Neuland entdecken. Die reizvolle Muschelkalklandschaft an beiden Flüssen ist durch den Wein und durch die Orchideen bekannt geworden. Naturfreunde sollten einen Abstecher einplanen und die Schönheit dieser Pflanze bei einer Orchideenwanderung, evtl. mit Führung, erkunden.
Eine zünftige Tour mit dem Kremserwagen auf den Mühlenwanderweg einzulegen bietet sich ebenfalls an. In Memleben ist die Kaiserpfalz aus ottonischer Zeit einen Besuch wert. Im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland liegt die alte Stadt Nebra, gut zu erkennen an der spätromanischen Burgruine und bekannt durch seine Buntsandsteinbrüche.





