
Herzlich willkommen an der Straße der Weserrenaissance. Aber was ist eigentlich die Weserrenaissance? Das gleichnamige Museum im Schloß Brake bei Lemgo, erläutert anschaulich und ausführlich diesen Begriff, der insofern irreführend ist, als man meinen könnte, es handelte sich um eine selbständige regionale Ausprägung der Renaissance.
In Wahrheit zeugen die Renaissancebauwerke im Weserraum von den schon damals existierenden europaweiten Verbindungen, die es ermöglichten, dass sich Formen- und Gedankengut der Renaissance - von Italien ausgehend - bald auch in den Ländern nördlich der Alpen ausbreiten konnten. In keiner Region Deutschlands finden sich heute noch so viele Renaissancebauten, wie man sie zwischen Hannoversch-Münden und Bremen auf der "Straße der Weserrenaissance" erleben kann.

Auf 350 Kilometern führt die Kulturroute durch die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen und verbindet deren Architekturdenkmale des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Der großartige Baustil aus dieser Zeit, dem der Fluss seinen Namen gab - ist wahrlich ein kunsthistorischer Leckerbissen. Mit aufwendigen Fassaden schmückten Landadel und Bürgertum ihre Wohnsitze.
Die Straße der Weserrenaissance umfasst Schlösser und Adelssitze, Rathäuser und Bürgerbauten aus Stein oder Fachwerk, die Zeugnis ablegen von der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte der Zeit vor dem 30-jährigen Krieg. Eine ausführliche Beschilderung erleichtert dem Besucher eine einfache Orientierung.





