
Die Römerstraße Neckar-Alb-Aare verbindet auf historischen Römerwegen zahlreiche Schauplätze antiker Geschichte. So können vielfältige Siedlungssysteme der römischen Zeit "erfahren" werden: ländlicher Gutshof, dörfliche Siedlung, Kastellort und Hauptstadt einer Civitas. Ausgrabungen, Denkmale und Museen entlang der Römerstraße sind eindrucksvolle Spuren der provinzialrömischen Geschichte Obergermaniens.
Die ersten Straßen, die von den Römern angelegt wurden, waren Militärstraßen. Sie sollten die kürzesten Marschwege zwischen den Kastellen schaffen, den Nachschub sichern und besonders im Kriegsfall schnelle Truppenbewegungen ermöglichen.

Ein gut ausgebautes Straßennetz war also unabdingbare Voraussetzung für die Organisation, Verwaltung und Versorgung des riesigen römischen Reiches. Der Befehl zum Bau der Straße ging seinerzeit auf staatliche Initiative zurück. Die Ausführung lag in den Händen von Soldaten oder den anliegenden Gemeinden. Um diese Straßen so bequem wie möglich zu gestalten, wurde das Gelände oftmals eingeebnet oder begradigt. Über Täler wurden zum Teil Brücken errichtet, sogenannte Viadukte, die großartige Meisterleistungen der Ingenieurstechnik sind. War keine Brücke vorhanden, führte die Straße durch eine Furt oder ein Fährdienst wurde eingerichtet.
Durch die Schwäbische Alb, eine der burgenreichsten Regionen Deutschlands, verläuft auf rund 400 Kilometern von Köngen bis nach Windisch/Brugg (Schweiz) die "Römerstraße Neckar-Alb-Aare" und zeigt dem Besucher neben der einzigartigen Kulturlandschaft vor allem die Schätze vergangener Zeiten.





