
Das bis in die Gegenwart noch bestehende Haus Hohenzollern gehört zu den ältesten und bedeutendsten schwäbischen Hochadels-geschlechtern. Erstmals erwähnt wird der Name Zollern in der Chronik von Berthold von Reichenau aus dem Jahre 1061. Seit Mitte des 14. Jahrhundert nannte sich das Adelsgeschlecht jedoch Hohenzollern. Schon zu Beginn des 12. Jahrhundert beherrschten sie ein Gebiet, das vom Neckartal über die Schwäbische Alb bis an die Donau reichte.
Zwischen Württemberg und Baden, den beiden großen Landesteilen des heutigen Bundeslandes, erstrecken sich die ehemaligen hohenzollerischen Lande, die Stammlande süddeutscher Grafen und Fürsten, preußischer Könige und deutscher Kaiser. Vom oberen Neckar über das Albvorland, die Schwäbische Alb, das Donautal und weite Teile Oberschwabens bis in die Nähe des Bodensees führt auf rund 300 fürstlichen Kilometern die "Hohenzollernstraße" durch das einstige Land der Hohenzollern, quer durch die heutigen Landkreise Zollernalb und Sigmaringen.

Umgeben von vielfältigen, beeindruckenden Landschaften, reihen sich gleich einer Perlenkette, entlang dieser Route eine Vielzahl kultureller und historischer Sehenswürdigkeiten, Museen, malerische Städte und Gemeinden aneinander. Wir starten unsere Tour im romantischen Glatt, das unter wechselnder Herrschaft stand und zuletzt dem Kloster Muri in der Schweiz gehörte, bevor es 1806 zu Hohenzollern-Sigmaringen gelangte. Das imposante Wasserschloss, Mitte des 16. Jahrhundert zur vierflügeligen Anlage ausgebaut, ist das bedeutendste Renaissance-Bauwerk am oberen Neckar.
Die ehemalige hohenzollerische Residenzstadt Haigerloch im Felsental der Eyach präsentiert sich mit einer imposanten Renaissance-Schlossanlage. Eine Besonderheit ist das Atomkeller-Museum (Standort des ersten Atomreaktors der Welt) im ehemaligen Felsenbierkeller unter der Schlosskirche.





