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Wählen Sie Ihre beliebtesten Schlösser, Parks und Gärten in Deutschland

Wählen Sie Ihr beliebtestes Schloss, den romantischen Park oder den am meisten beindruckenden Garten im Reiseland Deutschland 2008.
 

1. Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein
Die Symbolkraft Neuschwansteins fasziniert weltweit durch die Verwebung einer idealisierten romantischen Architektur mit der tragischen Lebensgeschichte seines Besitzers. Weil Ludwig II. kein Souverän mehr in seinem realen Reich sein durfte, schuf er sich auf den auf zerklüftetem Felsen der Pöllatschlucht seine eigene Gegenwelt, die er aus Sagen und Märchen zusammensetzte. Schon als Kind hatte den Prinzen das mittelalterliche Ambiente von Schloss Hohenschwangau, wo er aufwuchs, beeindruckt. Mit dem Bau von Neuschwanstein ab 1869 vereinte Ludwig II. Elemente der Wartburg, ein deutsches Symbol und ein Jahr zuvor gerade neu instand gesetzt, mit denen einer Gralsburg aus Wagners Oper „Parsifal“. Neuschwanstein, das erst nach dem Tod Ludwigs II. diesen Namen erhielt, assoziiert vom Erscheinungsbild deutsche Romanik des 13. Jahrhunderts. Der südliche Teil wurde erst 1891 vollendet, fünf Jahre nach dem geheimnisumwitterten Tod des Königs im Starnberger See.
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2. Schloss und Park Sanssouci

Sanssouci
Es ist eine der berühmtesten Residenzen der Welt. Sein Schöpfer ließ in tiefster Provinz auf einem Hügel am Rande Potsdams aus dem Nichts ein grandioses Gesamtkunstwerk erstehen. Während andere Regenten riesige Repräsentationsbauten errichteten, bevorzugte Preußens großer König ein kleines, privates Schlösschen. Im Zentrum prangt der ovale Marmorsaal, Schauplatz der legendären Tafelrunden, bei denen der philosophierende Regent mit den Geistesgrößen Europas debattierte. Im Konzertzimmer traf man sich abends zum Flötenkonzert des komponierenden Monarchen. In Sanssouci entstand, diktiert vom Geschmack seines Herrschers, das friderizianische Rokoko, ein hoch verfeinertes Wechselspiel von Kunst und Natur. Vollendet wird das unbeschwerte Paradies durch eine weite Parklandschaft, die sich zu Füßen des Weinberges ausdehnt.
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3. Burg zu Burghausen

Burg zu Burghausen
Über dem oberbayerischen Barockstädchen Burghausen, direkt an der Grenze zu Österreich, thront wie im Märchen eine der größten Burgen Deutschlands und die mit 1043 Metern längste Europas. Mehr als ein Jahrtausend hat sie auf dem vieltürmigen Buckel. Wie historischer Bilderbogen breitet sich dieses Denkmal spätmittelalterlicher Bau- und Befestigungskunst aus. Das heutige Bild stammt mit turmbewehrten, bis zu fünf Meter dicken Mauern, Zwingeranlagen, Bergfried, Gräben, Ritterräumen und Zugbrücken aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Von ihren dunklen Kapiteln zeugen Hexen- und Folterturm (heute Museum), das „Spinnhäusl“ für weibliche Strafgefangene und der Prechtl-Turm, in dem im 18. Jahrhundert der Scharfrichter wohnte.
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4. Schloss & Park Wilhelmshöhe

Schloss Wilhelmshöhe
Einer Italienreise hat das nordhessische Kassel seine größte Sehenswürdigkeit zu verdanken. Als Landgraf Karl von Hessen-Kassel in Rom die monumentale Figur des Herkules Farnese sah, war es um ihn geschehen: Er engagierte den römischen Baumeister Giovanni Francesco Guerniero, der von 1701 bis 1711 ein Meisterwerk aus Architektur und Natur schuf. Am steilen Hang des Habichtswaldes thront auf 527 Meter hohem Berg das Oktogonschloss mit dem berühmten Herkules auf der Spitze. Darunter erstreckt sich eine gewaltige Kaskade mit Grotten und Plateaus ins Tal und mündet in einem großen Neptun-Becken. Kurfürst Wilhelm I. verwandelte die umliegende Landschaft ab 1785 in jenen wildromantischen, natürlich wirkenden Bergpark mit Wasserfällen, Böschungen und Brücken, wie er heute bewundert wird. Im nach ihm benannten Schloss Wilhelmshöhe ist heute ein Museum mit einer beeindruckenden Sammlung Alter Meister untergebracht.
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5. Schloss Herrenchiemsee

Schloss Herrenchiemsee
Der französische König Ludwig XIV. steht für den glanzvollsten Hof Europas im 17. Jahrhundert. Sein Schloss in Versailles war Vorbild für viele spätere Bauten europäischer Adliger. Der glühendste Verehrer jedoch war Ludwig II., der in dem französischen Regenten die ideale Verkörperung des Königtums sah. Als er 1873 die idyllische Insel „Herrenwörth“ im Chiemsee kaufen konnte, war dies der perfekte Ort, um das luxuriöse Schloss des französischen Namensvetters nicht nur zu kopieren, sondern zu übertrumpfen. Die isolierte Lage des Eilandes kam dem Bedürfnis des schwermütigen Königs nach Einsamkeit entgegen. Der Innenausbau des „Neuen Schlosses“ imponiert mit Prunktreppenhaus, einem Paradeschlafzimmer und einem intimen Appartment im anmutigen französischen Rokoko-Stil. Das Prunkstück ist die Große Spiegelgalerie, die fast vollkommene Annäherung an das Versailler Vorbild der „Galerie des Glaces“.
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6. Schloss Linderhof

Schloss Linderhof
Von den drei Schlössern, die Ludwig II. bauen ließ, ist Linderhof die originellste Eskapade. Vor allem liebte er die Abgeschiedenheit des Ortes im Graswangtal. Hier hatte sein Vater Maximilian II. ein hölzernes Jagdhaus errichten lassen, das „Königshäuschen“. Dieses wurde 1874 um einen U-förmigen Trakt erweitert und wandelte sich zu einer herrschaftlichen Villa. Der weltabgewandte, hypersensible König ließ mit Linderhof einen funkelnden Solitär erstehen, der außen die herrschaftliche französische Palastarchitektur des 18. Jahrhunderts kopiert. Innen prunkt das Lustschlösschen mit einer Ausstattung im Stil des „zweiten Rokoko“, überreich verziertem, verspielt-heiteren Dekor, dem Ausdruck des Adels für verfeinertes Lebensgefühl. Schloss Linderhof wurde als einziges Projekt zu Lebzeiten des Königs vollendet, er bewohnte es häufiger als die zwei anderen Märchen-Fluchtburgen.
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7. Schloss St. Emmeram

Schloss St. Emmeram
Seit fast zweihundert Jahren wird es von den Fürsten von Thurn und Taxis bewohnt, die 1748 von Frankfurt nach Regensburg gezogen waren. Ab 1816 zu einer prachtvollen Residenz umgebaut, gilt St. Emmeram als eines der bedeutendsten Denkmäler des Historismus in Deutschland. Das Marmortreppenhaus im Stil der Neo-Renaissance ist ein imposantes Prelude für die folgenden Prunkräume. In etlichen Prunkzimmern wurde die Rokoko-Ausstattung aus der Frankfurter Residenz verwendet, ein anmutiges Beispiel sind „Gelber Salon“ und „Silbersalon“. Der Thronsaal erstrahlt würdevoll mit gold-weißer Dekoration, in anderen Salons prangen wertvolle Gobelins eines Rubens-Schülers. Eine rauschende Festatmosphäre versprüht der zweigeschossige Ballsaal, Melange aus Rokoko und Neo-Rokoko. Große Spiegel und Kristalllüster sind die glänzende Kulisse für opulente Feste, deren Tradition bis heute lebendig ist.
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8. Burg Hohenzollern

Burg Hohenzollern
Bewehrt mit Türmchen und Zinnen, thront die Burg fast 900 Meter über der Schwäbischen Alb. Eine romantische Fata Morgana, allerdings nicht aus dem Mittelalter, wie der Baustil suggeriert. Als der preußische Kronprinz 1819 die verfallenen Gemäuer seiner Ahnen besichtigte, stimulierte ihn das zum Wiederaufbau. Damit wurde ein Schüler des berühmten Karl Friedrich Schinkel beauftragt, der damalige Berliner Star-Architekt Friedrich August Stüler. Der orientierte sich an mittelalterlichen Bauten in Frankreich und England, wo das Revival der Gotik, die „Neo-Gotik“, besonders beliebt war. Sie wurde vor allem als Symbol für den Herrschaftsanspruch der Hohenzollern gebaut. Ein Hauch echtes Mittelalter ist dennoch da: Teile der St. Michaelskapelle sind original von 1461 erhalten und 2001 wurden Keller und Kasematten der Vorgängerburgen freigelegt.
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9. Schloss und Park Glienicke

Schloss Glienicke
Als Prinz Carl von Preußen, Sohn des Königs Friedrich Wilhelm III., 1824 das Landgut Glienicke am südwestlichsten Rand Berlins erwarb, schwebte ihm sofort eine Idylle à la Italien vor. Das Terrain war landschaftlich schön gelegen, am sich zum See weitenden Havelufer. Dafür engagierte er Preußens renommierten Architekten Karl Friedrich Schinkel sowie den noch unbekannten Gartenkünstler Peter Joseph Lenné. Mit Glienicke entstand ihr erstes gemeinsames Meisterwerk, eine Verbeugung vor der Antike in höchster Vollendung und Verdichtung. Das ehemalige Gutshaus baute Schinkel zur klassizistischen Villa um, mit Pergolen, Treppen und intimen Gartenhöfen. Arkadengänge, antike Reliefs und ein Turm perfektionierten die Illusion des südlichen Landsitzes. Nach englischem Vorbild gliederte Lenné die Bereiche in einen hausnahen Blumengarten und den „Pleasureground“. In diese suggestiv gestaltete Landschaft platzierten Schinkel und später sein Schüler Ludwig Persius zahlreiche anmutige Gebäude.
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10. Insel Mainau

Blumeninsel Mainau
Der Traum vom Süden und die Sehnsucht nach dem Land, wo die Zitronen blüh’n, beides ist auf einer kleinen Insel im Bodensee mit idealen geografischen und klimatischen Voraussetzungen verwirklicht. Nur 45 Hektar groß, aber die Vielfalt an Blumen, Bäumen und Gehölzen darauf ist überwältigend. Publikumsmagnete sind das Palmenhaus mit seiner Sammlung von 1200 Orchideen oder das größte Schmetterlingshaus der Republik, in dem sich 1000 exotische Falter tummeln. Das schon von weitem aus den Baumwipfeln leuchtende imposante Barockschloss, unter Graf Bernadotte restauriert, stammt noch aus der Zeit der Deutschordensritter des 13. Jahrhunderts. Ihr Baumeister Johann Caspar Bagnato ließ ab 1732 Kirche und Schloss errichten, die als festliche Kulisse für Trauungen und Klassik-Konzerte besonders beliebt sind.
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