UNESCO-Welterbe im Westen
- Der Dom zu Aachen
- Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl
- Der Limes - Grenzen des Römischen Reiches
- Der Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein
- Die Grube Messel
- Das Kloster Lorsch
- Der Kölner Dom
- Die Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals
- Der Dom zu Speyer
- Die Römerbauten, Dom und Liebfrauenkirche in Trier
- Die Völklinger Hütte
Das Kloster Lorsch
Die ehemalige Benediktiner-Abtei Lorsch wurde etwa im Jahre 764 während der Regierungszeit König Pippins vom fränkischen Gaugraf Cancor und seiner Mutter Williswinda gegründet. Sie war im frühen Mittelalter Geistes- und Kulturzentrum des Fränkischen Reiches. Die berühmte Tor- oder Königshalle ist eines der ganz wenigen Denkmäler der Karolinger Zeit, das über Jahrhunderte hinweg sein ursprüngliches Aussehen bewahrt hat und an die vergangene Größe der einst mächtigen Klosteranlage erinnert. Das einzige erhaltene Baudenkmal von europäischem Rang gehört zu den bedeutendsten Relikten vorromanischer Architektur in Deutschland und wird mit seinen Arkaden, Pilastern und Halbsäulen als "Juwel karolingischer Renaissance" gerühmt. Das Kloster beheimatete einst eine der größten Bibliotheken des Mittelalters und zählte zu den Zentren der Verdichtung und Vermittlung von Wissen. Eines der bekanntesten Manuskripte ist das so genannte Lorscher Arzneibuch, das als Anfang der wissenschaftlichen Medizin betrachtet wird. Im frühen Mittelalter war die Abtei Lorsch mit ihrem großen Kräutergarten, der die Grundlage der Heilkunst dieser Zeit bildete, ein einzigartiges medizinisches Zentrum.
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